Königin Alia von Jordanien

QueenaliaKönigin Alia al-Hussein von Jordanien war die dritte Frau von König Hussein von Jordanien und erfreut sich bis heute ungebrochener Beliebtheit. Sie stammte aus einer palästinenischen Familie, wurde jedoch in Ägypten (Kairo) am 25. Dezember 1948 geboren. Ihr Vater arbeitete dort zu jener Zeit als jordanischer Diplomat.

Durch die Arbeit des Vaters lernte Alia schon als Kind früh die Welt kennen: sie lebte in Ägypten, Großbritannien, Türkei, Italien und den Vereinigten Staaten. Am Hunter College in New York schloß sie ihr Studium in Politikwissenschaften und Public Relations ab. Als junge Frau liebte Alia den Sport und war begeisterte Skiläuferin. Später wollte sie ihrem Vater in den diplomatischen Dienst nachfolgen. Doch das Schicksal hatte einen anderen Plan mit ihr.

Im Jahr 1971 kehrte sie nach Jordanien zurück, um eine Stelle bei der Royal Jordanian Airlines anzutreten. Sie arbeitete dort im Marketing an Strategien, um den Tourismus in Jordanien zu beleben. Später verantwortete sie auch die Durchführung der internationalen Wasserski-Meisterschaften in Aqaba 1972. Hier sollte sich erneut das Organisationstalent der jungen Frau zeigen.

Es war dort, als sie zum ersten Mal persönlich auf König Hussein traf. Der König war begeistert von der jungen Frau. Drei Monate später, am 24. Dezember 1972 heiratete das Paar in einer privaten Zeremonie, wodurch sie formell zu Königin Alia al-Hussein von Jordanien wurde. Sie sollte später das Vorbild einer modernen jordanischen Königin werden.

Mit ihrem Mann hatte Alia zwei Kinder, Prinzessin Haya und Prinz Ali. Ein drittes Kind, ein 5-jähriges palästinensisches Waisenkind, adoptierte das Paar. Die Königin ließ ein eigenes Büro für sich einrichten, von dem aus sie ihren Mann bei seinen Aufgaben unterstützte. Und sie leitete eigene Initiativen und setzte sich für diverse Programme ein. Jede Königin Jordaniens hat diese Aufgaben seitdem übernommen.

1977: König Hussein und Königin Alia treffen US-Präsident Gerald Ford mit Frau Betty
1977: König Hussein und Königin Alia (links) treffen US-Präsidenten Gerald Ford mit Frau Betty

Die meisten ihrer Initiativen betrafen Frauen und Kinder. Sie setzte sich für Bildung für alle Bevölkerungsschichten ein. Auch unterstützte sie Programme zur Kunstförderung an Schulen und gründete Organisationen, welche die Geschichte, Kultur und Traditionen Jordaniens erhalten und jüngeren Generationen vermitteln.

Sie leistete auch einen großen Beitrag zum Recht für Frauen, sich für das jordanische Parlament aufstellen lassen zu können. Dies war bis 1974 nicht möglich gewesen. All dieser Einsatz brachte ihr im Volk den Beinamen „Mutter der Armen“ ein.

Bedauerlicherweise endete ihr Leben viel zu kurz. Königin Alia verstarb an den Folgen eines Helikopterabsturzes in Amman am 9. Februar 1977. Der Flughafen in der Hauptstadt Amman wurde daraufhin in „Queen Alia International Airport“ umbenannt. Es existiert heute noch eine lange Liste an gemeinnützigen Organisationen unter ihrem Namen, die sich für Bildung, Kunst und humanitäre Zwecke einsetzen und ein Zeugnis der großen Leidenschaft und dem Pflichtbewußtseins Königin Alias von Jordaniens sind.

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